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39/2020
Datum/Uhrzeit: 14.04.20 / 12.47 Uhr

Schadensart: Brandmeldung groß, 2. Alarm

Adresse: Nähe Zentrum Rissen / Rissen

Kräfte: FF Osdorf, 5 weitere FF, Berufsfeuerwehr m. Führungs- und Sonderdiensten, Führung FF, THW, Polizei

Bericht: Pressestelle der Feuerwehr Hamburg

Mehrere Anrufer meldeten der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg am Mittag
über den Notruf 112 ein Feuer im Dach eines reetgedeckten Gebäudes im Stadtteil
Rissen. Daraufhin wurden zunächst eine Löschgruppe der Berufsfeuerwehr und zwei
Freiwillige Feuerwehren zum Einsatzort alarmiert. Aufgrund der Vielzahl von
Anrufen erhöhte der Führungs- und Lagedienst noch vor dem Eintreffen der ersten
Einsatzkräfte die Alarmstufe auf Feuer2, um weitere Kräfte und technisches Gerät
zur Sicherstellung einer größeren Löschwasserversorgung am Einsatzort
sicherzustellen. Das Bewohnerpaar, welches sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs
in dem historischen Gebäude befand, wurde von Passanten vor dem Brand gewarnt,
sodass es sich selbständig unverletzt ins Freie begeben konnte. Als die ersten
Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rissen die unweit ihres
Feuerwehrgerätehauses gelegene Einsatzstelle erreichten, war der gesamte
Straßenzug bereits stark verraucht und hell lodernde Flammen aus dem
reetgedeckten Dachstuhl des etwa 20 x 12 Meter messenden Wohngebäudes zu sehen.
Daraufhin veranlasste der Einsatzleiter eine Warnung der Bevölkerung über
Rundfunkdurchsagen, Mobiles Warnsystem MoWas und Social-Media im Umkreis von 500
Metern um den Einsatzort. Türen und Fenster sollten geschlossen gehalten und
Gebäudelüftungsanlagen auf Umluft-Zirkulation oder ausgeschaltet werden, um sich
vor dem Brandrauch zu schützen. Durch den sofort eingeleiteten massiven
Löschangriff mit mehreren Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz und dem
Einsatz von insgesamt fünf B-Rohren, sowie zwei C-Rohren über Drehleitern, die
als sog. Riegelstellung zu einem angrenzenden Nebengebäude eingesetzt wurden,
konnte ein Übergreifen der Flammen verhindert werden. Dennoch wurde das gesamte
Gebäude durch den rasanten Brandverlauf im Dachstuhl des mit trockenem Reet
eingedeckten Daches und durch den Einsatz von Löschwasser komplett zerstört. Bei
den sehr personal- und zeitintensiven Nachlöscharbeiten musste dem Löschwasser
zeitweise Netzmittel beigemischt werden, um einen besseren Löscherfolg zu
erzielen. Hierbei kam auch das Teleskopmastfahrzeug 53 der Technik- und
Umweltschutzwache wegen seiner großen Reichweite und ein Kettenbagger des
Technischen Hilfswerkes aus Hamburg zum Einsatz. Ein Betreten des stark
einsturzgefährdeten Gebäudes war nicht mehr möglich. Mit Hilfe von
Wärmebildkameras konnten im weiteren Verlauf noch diverse Glut- und Wärmenester
im Gebäudeinneren festgestellt und mussten abgelöscht werden. Nach Abschluss der
Maßnahmen wurde die Einsatzstelle der Polizei zur Brandursachenermittlung
übergeben. Eine Unterbringung der betroffenen Bewohner konnte in Eigenregie
organisiert werden.

Insgesamt waren zwei Löschgruppen der Berufsfeuerwehr, sechs Freiwillige
Feuerwehren, zwei Führungsdienste A und B, ein Bereichsführer FF, der
Landesbereichsführer FF und Stellvertreter, drei Wechselladefahrzeug mit den
Abrollbehältern Atemschutz und Schlauchmaterial, ein Umweltdienst, ein
Teleskopmastfahrzeug 53, ein Führungsdienst des THW HH, ein Kettenbagger des THW
HH, ein Rettungswagen und der diensthabende Pressesprecher vor Ort im Einsatz.
 

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