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Alarmierung

In einem Großstadtgebiet wie Hamburg, mit 87 freiwilligen Feuerwehren sowie ca. 2500 Freiwilligen Feuerwehrleuten, ist es erforderlich, dass ein modernes und flexibles System für die Alarmierung eingesetzt wird.

Während die Alarmierung in früheren Zeiten über Telefonketten und Sirenen erfolgte, wurden die Einsatzkräfte seit 1978 über analoge Funkmeldeempfänger in Bewegung gesetzt. Zwischen 1993 und 1996 wurde die Alarmierungstechnik der Feuerwehr Hamburg auf ein digitales Alarmierungsverfahren umgestellt.

Seither werden digitale Meldeempfänger (DME) des Typs Swissphone Patron DE-516 sowie seit Oktober 2008 Swissphone BOSS 925 eingesetzt. Dieses Gerät ist kleiner als eine Zigarettenschachtel und lässt sich problemlos mitführen. Der Akku hält ohne Aufladung mehrere Wochen und es können pro Gerät mehrere Alarmierungsschleifen einprogrammiert werden, sodass z.B. Führungskräfte sowohl als Einzelpersonen als auch als Mitglied ihrer Wehr alarmiert werden können.
Ein Alarm wird auf einem beleuchteten LC-Display angezeigt.
 
boss925

Abkürzungen informieren über die Art des Einsatzes (z.B. FEU für Feuer) sowie die weiteren alarmierten Kräfte und auch Einsatzort und besondere Informationen werden über das Display wiedergegeben.

Vier unterschiedliche Signaltöne zeigen an ob es sich bei der Alarmierung um einen Vollalarm, einen Kleinalarm, eine Erstversorgung (First Responder) oder eine Bereitstellung am Feuerwehrhaus handelt.
Zusätzlich kann der Träger am DME eine diskrete Alarmierung per Vibration einstellen. Ein Speicher ermöglicht, dass die letzten Alarmierungen auf dem Display ständig wiederabrufbar bleiben und dann in einem Speicherordner gesammelt werden.

Seit der Einführung eines neuen Feuerwehr-Einsatzlenkungssystems Mitte 1998 werden die Wehren zusätzlich zur DME-Meldung per Fax in ihr Feuerwehrhaus mit weiteren einsatzrelevanten Daten (z.B. Wasserentnahmestellen, Zugänge zu Objekten) sowie geeigneten Anfahrtswegen versorgt.
Derzeit unterhält die Feuerwehr Hamburg das System HELS (Hamburger Einsatzleitsystem), bei dem die Zentralen von Feuerwehr und Polizei miteinander vernetzt sind.

Auch nach der Einführung des digitalen BOS-Funks wird das digitale Alarmierungssystem fortgeführt. In HH wurden im Oktober 2010 die digitalen Handfunkgeräte Sepura 8038 HRT als Ersatz für den analogen 2m-Band-Einsatzstellenfunk und im Januar 2014 das digitale Fahrzeugfunksystem mit Sepura HBC-Geräten als Ersatz für den analogen 4m-Band-Funkbetrieb eingeführt.
 






















 

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